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Frauenbund Dettingen feiert Herbstanfang

Ende September hat der Frauenbund Dettingen (KDFB) seine Mitgliedsfrauen wieder zu seinem Herbstfest eingeladen. Sonst sind die Veranstaltungen des KDFB den Frauen vorbehalten, doch hier sind auch die Ehepartner willkommen. Der Saal des Pfarrheims wurde herbstlich geschmückt, die Getränke wurden bereit gestellt und ab 18 Uhr waren alle Plätze besetzt.

Eingespielt hat sich inzwischen, dass es Haxen oder Leberkäse und Brezel gibt. Salate werden von einzelnen Mitgliedern mitgebracht, wodurch ein buntes Salatbuffet entsteht.

Zum Beginn begrüßte Ute Merget, unsere 1. Vorsitzende, die 67 Frauen und 25 Männer herzlich. Danach ließen sich die Gäste das Essen bei lebhaften Gesprächen schmecken. Die leckeren Salate reizten zum mehrfachen Probieren, so dass sich die Schüsseln schnell leerten.

Anschließend dankte Ute Merget den Anwesenden in einer Ansprache, denn viele Frauen sind oft im Einsatz für unsere Veranstaltungen, sei es bei den Vorbereitungen, sei es mit Kuchenbacken, sei es bei den verschiedenen Diensten für unseren Verein. Auch den Männern wurde gedankt für deren Unterstützung im Hintergrund wie z.B. Tische auf- und abbauen, Fahrdienste und vieles mehr. Das Vorstandsteam, das jeweils eigene Schwerpunkte dort hat, ließ die Vorsitzende nicht unerwähnt; deren Mitarbeit erleichtere ihr die vielfältigen Aufgaben im Vorstand.

Während die Gäste sich danach weiter unterhielten, wurde das Dessertbuffet aufgebaut und verführte zum weiteren Schlemmen. Auch hier hatten sich einige Frauen wieder selbst übertroffen! Wer wollte, konnte noch mit ein Likörchen oder Schnäpschen den Abend abschließen.

Das Herbstfest des KDFB war wieder gut zum Genießen und zum Austausch untereinander, etwas was unsere Gemeinschaft stärkt.

Waltraud Ott

 

Spende von 1.700 € für den Erhalt des Pfarrheims „St. Peter und Paul“ Dettingen

Erlös des Pfarrfestes – Scheckübergabe

In diesem Jahr organisierte der Katholische Frauenbund Dettingen (KDFB) zum dritten Mal das alternative Pfarrfest „Rund um’s Pfarrheim – Für das Pfarrheim“ in Karlstein/Dettingen.  Hierbei unterstützten uns der „Weltladen Karlstein“, die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) Dettingen sowie einige Mitglieder der Pfarrgemeinde und der KJG.

Diese Veranstaltung erbrachte einen Erlös von 1.700 €. In den vergangenen Tagen überreichte eine Abordnung des „Rund um’s Pfarrheim Teams“ den Scheck an Pfarrer Sierpien und den Kirchenpfleger Erich Trageser. Diese Spende ist zweckgebunden und soll für den Erhalt des Pfarrheims „St. Peter und Paul“ Dettingen verwendet werden.

Ein herzliches Vergelt’s Gott sagen wir hiermit alle Helfer*innen, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben. Aber auch den zahlreichen Gästen sei gedankt, dass sie trotz der Hitze im Juli unserer Einladung gefolgt sind, denn nur durch ihren Besuch war diese Spende möglich.

 

Bild zeigt von links: Andreas Werner, Charlotte Trageser, Angelika Rauch, Erich Trageser, Pfarrer Sierpien, Ute Merget, Uschi Stenger, Karin Würtenberger

 

Foto: Roland Merget

Kräuterweihe – alter Brauch zu Maria Himmelfahrt

Am Tag vor Maria Himmelfahrt traf sich ein Team des Dettinger Frauenbundes im Pfarrheim um Kräutersträuße zu binden. Diese sowie Lavendelsäckchen -die Ida Trageser in Heimarbeit genäht und befüllt hatte – wurden in der Vorabendmesse von Pater Leonard gesegnet und im Anschluss daran gegen eine Spende abgegeben. Wir bedanken uns herzlich bei den Spender*innen.

Die Kräutersträuße, die auch Wärzberre genannt werden, sind ein uraltes Brauchtum. Lotte Oster aus Karlstein, die uns seit Jahren beim Kräutersammeln und -binden unterstützt, hat hierüber den interessanten Artikel „Die Wärzberre – Hexenzauber oder frommer Glaube?“ geschrieben, den wir mit ihrer Erlaubnis hier auszugsweise weitergeben.

„Alle Jahre am 15. August – Maria Himmelfahrt – werden in überwiegend katholischen Gebieten Deutschlands nach dem Gottesdienst „die Wärzberren“ (Heilkräuterbuschen) gesegnet.
Uralt ist das Wissen, dass alle Heil- und Würzkräuter zum Vollmond im August die größte Heilkraft haben; nur das Johanniskraut wird bereits am 24. Juni, dem Johannistag, gepflückt und getrocknet. Durch die Klimaerwärmung blühen jedoch alle Wildblumen zunehmend 2 – 4 Wochen früher, so dass am Sammeltage oftmals viele Kräuter bereits abgeblüht oder nicht mehr vorhanden sind. Konnte man bei uns vor 30 Jahren nachweislich noch mühelos 47 Wildkräuter an Rainen, Wegesrändern oder auf Brachflächen finden bzw. sammeln – heute sind viele Arten einfach verschwunden.

Nach der Segnung werden die Weihsträuße getrocknet und für ein ganzes Jahr als Zeichen des Glaubens mit der Hoffnung auf Schutz, Gesundheit und Segen für Mensch und Vieh im Herrgottswinkel aufbewahrt oder hinter das Kruzifix geklemmt. Die Büschel mit einer Wetterdistel werden im Dachboden aufgehängt, damit das Haus vor Blitzeinschlag verschont bleibe. Bei Gewitter wurden geweihte Kräuter ins Herdfeuer geworfen, dem kranken Vieh wurden sie ins Futter gemischt, und in den Raunächten zwischen 25. Dezember und 06. Januar wurden Haus und Stall „ausgeräuchert“ und um Segen und Gesundheit gebeten. Bevor der jährlich neue Würzbuschen das Wohnzimmer zierte, wurden die alten Kräuter dem Vieh verfüttert. Alles ging wieder an die Natur zurück.

Die Kräuterweihe ist ein Brauch von alt her und soll die Menschen daran erinnern, dass selbst in den einfachsten Pflanzen ein Segen liegen kann. Seit etwa dem 10. Jh. feiern die Christen die Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt, und dazu gibt es eine schöne Legende: Als man 3 Tage nach dem Tode das Grab der Gottesmutter öffnete, war es leer; aber viele Pflanzen, Blumen und Kräuter verströmten darin einen atemberaubenden Duft. So wurden alsbald Kräutersegnungen und Fest Maria Aufnahme in den Himmel miteinander verknüpft… „

Wenn es Sie interessiert wie aus dem Wissen heilkundiger Frauen der Germanen sich dieses Brauchtum entwickelte, finden Sie den Artikel auf unserer Homepage  www.frauenbund-dettingen.de auf der Willkommensseite unter den Nachrichten.

Uschi Stenger

 

 

Die Wärzberre – Hexenzauber oder frommer Glaube? (Artikel von Lotte Oster)

Die Wärzberre – Hexenzauber oder frommer Glaube?
7 – 77 – oder 99?

Alle Jahre am 15. August – Maria Himmelfahrt – werden in überwiegend katholischen Gebieten Deutschlands nach dem Gottesdienst „die Wärzberren“ (Heilkräuterbuschen) gesegnet.
Uralt ist das Wissen, dass alle Heil- und Würzkräuter zum Vollmond im August die größte Heilkraft haben; nur das Johanniskraut wird bereits am 24. Juni, dem Johannistag, gepflückt und getrocknet. Durch die Klimaerwärmung blühen jedoch alle Wildblumen zunehmend 2 – 4 Wochen früher, so dass am Sammeltage oftmals viele Kräuter bereits abgeblüht oder nicht mehr vorhanden sind. Konnte man bei uns vor 30 Jahren nachweislich noch mühelos 47 Wildkräuter an Rainen, Wegesrändern oder auf  Brachflächen finden bzw. sammeln – heute sind viele Arten einfach verschwunden. Deshalb wird nun der Würzwisch oft mit saisonalen Gartenblumen aufgehübscht, und die ehemals notwendigen 7 bis zu 99 Heilkräuter treten zwangsweise etwas in den Hintergrund. Aber Krönung des Marienwischs ist aber immer noch bei uns in Franken die Königskerze. Sie symbolisiert das Zepter Mariens und hat ihren Platz als Wetterkerze oder Muttergotteskerze in der Mitte des Buschens.

„Unsere liebe Frau geht über Land und trägt den Himmelsbrand (Königskerze) in ihrer Hand“

Nach der Segnung werden die Weihsträuße getrocknet und für ein ganzes Jahr als Zeichen des Glaubens mit der Hoffnung auf Schutz, Gesundheit und Segen für Mensch und Vieh im Herrgottswinkel aufbewahrt oder hinter das Kruzifix geklemmt. Die Büschel mit einer Wetterdistel werden im Dachboden aufgehängt, damit das Haus vor Blitzeinschlag verschont bleibe. Bei Gewitter wurden geweihte Kräuter ins Herdfeuer geworfen, dem kranken Vieh wurden sie ins Futter gemischt, und in den Raunächten zwischen 25. Dezember und 06. Januar wurden Haus und Stall „ausgeräuchert“ und um Segen und Gesundheit gebeten. Bevor der jährlich neue Würzbuschen das Wohnzimmer zierte, wurden die alten Kräuter dem Vieh verfüttert. Alles ging wieder an die Natur zurück.

Die Kräuterweihe ist ein Brauch von alt her und soll die Menschen daran erinnern, dass selbst in den einfachsten Pflanzen ein Segen liegen kann. Seit etwa dem 10. Jh. feiern die Christen die Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt, und dazu gibt es eine schöne Legende: Als man 3 Tage nach dem Tode das Grab der Gottesmutter öffnete, war es leer; aber viele Pflanzen, Blumen und Kräuter verströmten darin einen atemberaubenden Duft. So wurden alsbald Kräutersegnungen und Fest Maria Aufnahme in den Himmel miteinander verknüpft.

Kräutersammeln und Kräuterwissen ist bereits aus vorchristlicher Zeit überliefert und bei uns seit dem 5. Jh. bekannt. Es gab schon bei den Kelten, Slawen und Germanen „weise Frauen“, heilkundig und spirituell, die mit den Geheimnissen der Natur vertraut waren, Heil- und Würzkräuter sammelten und sie unter den Schutz ihrer Götter stellten. Um das Jahr 745 wurden diese heidnischen Rituale verboten und anschließend christianisiert. Selbst Kaiser Karl der Große wusste um die Heil- und Würzkraft der Wildkräuter Bescheid und befahl den Anbau in den Klöstern seiner Krongüter. Aus den Klostergärten heraus entstanden auch bald „unsere Bauerngärten“. Meist waren es die Frauen, die sich das Wissen aneigneten und als „Kräuterweiber“ ihre Ware unter das einfache Volk brachten. Sie halfen der zumeist armen Landbevölkerung mit Tees, Tinkturen, Essenzen und anderen „geheimen“ Mitteln, so dass sie bald den teuren Ärzten und Apothekern ein Dorn im Auge waren. Aber wer waren ihre Lieferanten? Die Kräuterweiblein – meist selbst spärlichst lebend – zogen mit vollgepackter Kieze über Land und boten ihre „Geheimnisse“ an. Obwohl in den Klöstern Arzneien hergestellt wurden, war es besonders im 17. Jh. für diese mit der Natur in Einklang lebenden meist älteren Frauen gefährlich, über die Heilkraft der Kräuter zu wissen. So manche Kräuterfrau wurde als Hexe verschrien und während der schrecklichen Hexenverfolgung an den Pranger gestellt oder sogar verbrannt.

Aber diese schlimmen Zeiten sind heute glücklicherweise vorbei! Kräuterfrauen – weise Frauen sterben nicht aus! Seit einigen Jahren gibt es sie wieder, ausgebildete zertifizierte Kräuterexpertinnen und -Experten. Ihre Heilkräuterwanderungen boomen und sind „in“ – und es ist gut, wenn das uralte Wissen der seinerzeit stark in der Natur verwurzelten weisen Kräuterfrauen und auch Schafhirten dadurch nicht verloren geht. Kräuter-, Kloster- und Bibelgärten laden zum Meditieren und Lernen ein (Seligenstadt). Der uns allen bekannte „Wasserdoktor“ Pfarrer Kneipp schreibt im vorletzten Jahrhundert u. a.: „Natur ist die beste Medizin“ und „Vorbeugen ist besser als heilen“. So gibt es kaum eine Pflanze von A – wie Acker-schachtelhalm (harntreibend) bis Z – wie Zitronenmelisse (beruhigend und verdauungsfördernd), die keine Heilwirkung hat. Und Paracelsus, Arzt, Heilkundiger und Alchemist aus dem 16. Jh. sagte auch: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“ —–aber Vorsicht!—– er warnte auch:

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist!

Jedoch: Haben wir heute aber überhaupt noch Zeit, unseren Schnupfen oder Husten mit selbst gesammelten Kräutern auszukurieren, oder ist es nicht einfacher, schnell in eine Apotheke zu gehen und die Arznei fertig zu kaufen? Geduld ist nicht mehr unsere Stärke…

Wie dem auch sei – das Kräutersammeln zu Maria Himmelfahrt oder überhaupt hat etwas Meditatives und Beruhigendes. Es lässt eine Weile alle Hektik zurück, lässt uns suchen und finden, und es lässt uns unserem Schöpfer danken für all die heilenden Schönheiten unserer Natur. So werden hoffentlich die alten Rituale nicht in Vergessenheit geraten.

Der Katholische Frauenbund Dettingen und Frauen aus Großwelzheim werden dieses Jahr wieder Würzbüschel zum Feiertag Maria Himmelfahrt binden. Wer sein Kräutersträußchen nicht selber pflücken möchte, kann die gesegneten Buschen nach den Gottesdiensten (siehe Kirchliche Nachrichten) für einen guten Zweck erwerben.

Die „Kleine Kräuterhexe“ sammelte bei Mondschein sieben heilige Kräuter:
Kamille für den Frieden,
Johanniskraut für das Licht der Seele,
Lavendel für die Ruhe, Salbei für die Weisheit,
Thymian für den Mut,
Rosmarin für die Erinnerung und
Minze für die Klarheit
und sagte weise lächelnd zum König: „Lehrt Euer
Volk, die Natur zu achten, denn sie ist unsere
wahre Schatzkammer.“

Text: Lotte Oster, Karlstein

„Rund um’s Pfarrheim – Für das Pfarrheim“- Starke Gemeinschaft für das Pfarrheim

Am 12. Juli hatte der Frauenbund Dettingen (KDFB) wieder zu „Rund ums Pfarrheim – für das Pfarrheim“ zum Frühschoppen eingeladen. Unter tatkräftiger Mithilfe engagierter Mitglieder der Pfarrei und des Weltladens Karlstein, der Katholischen Jugend Dettingen (KJG) und der Katholischen Bücherei KÖB), die im Pfarrheim ihre Räume haben, konnte der Innenhof und der Pfarrsaal mit Tischen und Bänken hergerichtet werden, so dass die Gäste genügend Platz zum Unterhalten in lockerer Atmosphäre hatten.

Begonnen hatte der Tag mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, der von Pfarrer Mariusz Kowalski zelebriert wurde, musikalisch unterstützt wurde er dabei von der Band „Die Spurensucher“ (Gitarre: Günter Pfeufer; Saxophon: Simone Wissel; Querflöte: Beatrix Proske; Gesang: Tina und Jochen Scherer, Daniela Kriks; Technik: Birgit Pfeufer). Pfarrer Kowalski dankte am Ende des Gottesdienste den aktiven Ehrenamtlichen für ihren Einsatz für die Gemeinschaft.

Gleich danach begann der Frühschoppen mit Weißwürsten oder Käsetrio und kühlen Getränken, wobei die schattigen Plätze unter den Pavillons oder im Pfarrsaal wegen der Hitze schnell belegt waren. Wie in den vergangenen Jahren war wieder um Vorbestellungen gebeten worden, damit besser kalkuliert werden kann – aber auch für unangemeldete Gäste war ausreichend vorgesorgt, so dass niemand hungrig heimgehen musste.

Schon einmal gesättigt, konnte beim Bücherflohmarkt der KÖB nach Lesestoff für kühle Tage gestöbert werden oder im Weltladen etwas aus dem Fairen Angebot erworben werden. Bevor dann ein Besuch an der Kuchentheke zum Probieren der leckeren Kuchen und Torten, alles gebacken und gespendet von Frauen der Gemeinde, einlud. Bei einem Pott Kaffee schmeckten das Süße und Fruchtige besonders gut und es bildeten sich neue Runden zu Gesprächen. Viele nahmen sich dann noch ein paar Stücke Kuchen mit nach Hause.

Am Nachmittag klang die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Aufräumen der Aktiven von KDFB, Weltladen, KJG, KÖB und Mitgliedern der Pfarrei aus. Durch die vielen Hände, die halfen, ließ sich der Arbeitsaufwand für die Einzelnen gut bewältigen. „Rund ums Pfarrheim – für das Pfarrheim“ war trotz Hitze wieder gelungen und der Erlös aus Spenden, Essen- und Kuchenverkauf dient ausschließlich dem Erhalt des Pfarrheims, das als Begegnungsstätte für eine lebendige Gemeinschaft wichtiger denn je ist.

Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen, die geholfen haben: Beim Auf- und Abbau, in der Küche, beim Verkauf oder mit einem Kuchen oder einer Spende. Bei den Gästen bedanken wir uns für  ihren Besuch und die vielen anregenden Gespräche.

Waltraud Ott

 

Weg des Glaubens – „Zwischen Himmel und Erde – 4 Elemente des Sommers“

Der „Weg des Glaubens“ des Katholischen Frauenbunds Dettingen führte Anfang Juli die Teilnehmer vom Parkplatz am „Schluchthof“ in Kleinostheim ein Stück die Rückersbacher Schlucht hinauf.

Das Motto lautete: „Zwischen Himmel und Erde – den Sommer in den 4 Elementen begrüßen“. Ursprünglicher Termin war der 26.6. gewesen, er wurde aber wegen der schier unerträglichen Hitze zu dieser Zeit um eine Woche verschoben. Nun war die Temperatur angenehm und ab und zu wehte ein leichtes Lüftchen. Der breite Forstweg, ca. 1,5 km lang, verlief fast eben, war schattig und gut zu gehen. Die kurzen Wege zwischen den 4 Stationen, nutzten die Teilnehmer*innen, über die Impulse nachzudenken oder sich mit anderen auszutauschen. Karin Schmitt, Geistliche Beirätin des KDFB und Organisatorin des Glaubensweges, trug an jedem Halt einen Impuls vor, es folgten Lesung und Gebet, vorgetragen von unserer Gottesdienstbeauftragten Elke Hofmann, und ein gemeinsames Gebet.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des KDFB, Ute Merget, stimmte Karin Schmitt in das Thema ein, und wir brachen zur ersten Station auf, die dem Element Luft gewidmet war, das für Freiheit, Leichtigkeit und Inspiration, steht und uns unsichtbar umhüllt. Atmen ist lebensnotwendig, wir wollen achtsam mit der Luft umgeben, denn ohne sie gäbe es kein Leben. Alle waren aufgerufen, beim anschließenden Körpergebet bewusst ihrem Atem nachzuspüren.

Die nächste Station befand sich an einer Weggabelung. Hier mussten wir auf Radfahrer aus beiden Richtungen achten – was bei gegenseitiger Rücksichtnahme aber gut funktionierte. Das Element Erde steht für Stabilität, Beständigkeit und Verwurzelung und gibt uns Halt und Nahrung. In einer Welt der Veränderung steht Erde“ für Geduld und Resilienz. Auch sie ist lebensnotwendig und muss geschützt werden. Eine mit Erde gefüllte Schale wurde herumgereicht – wir konnten sie sehen, riechen, anfassen.

Dann: das Feuer. Leider konnten wir wegen der Waldbrandgefahr kein Feuer entzünden und mussten uns mit einem selbstgebastelten Laternenschirm mit dem Bild eines auflodernden Feuers begnügen. Feuer wärmt, erleuchtet und verwandelt. Es symbolisiert Leidenschaft und Kreativität, doch es mahnt auch zur Vorsicht, denn unkontrolliert kann es zerstören und Schaden anrichten.

Die letzte Station war die Brücke über den kleinen Bach: Wasser fließt und passt sich an, formt Berge und schenkt Leben. Es steht für Anpassungsfähigkeit und Reinheit. Dieses Mal konnten wir das Element auch hören und schmecken. Jede/r erhielt einen Becher mitgebrachtes Wasser, das wir achtsam tranken.

Zum Abschluss sprach Karin Schmitt den Vier-Elemente-Segen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass wir einige Impulse in unseren Alltag mitnehmen werden.

Unser Dank für den gemeinsamen Weg galt Karin und Elke, die einen so schönen Weg gefunden und mit wunderbaren Worten begleitet hatten, über die es sich lohnt nachzudenken.

Angelika Rauch

Ehrung von zwei langjährigen Vorstandsmitgliedern des KDFB Dettingen

Am 19. Juni 2026 wurden Annette Walter und Bärbel Oster vom Landkreis Aschaffenburg für ihre langjährige Vorstandsarbeit geehrt. Leider waren beide an diesem Ehrenamtstag verhindert und so  brachte unsere 1. Vorsitzende Ute Merget die Geschenke, Ehrungsurkunden und Landkreis Ehrennadeln direkt zu unseren Mitgliedern nach Hause.

Annette Walter erhielt für 40 Jahre Vorstandsarbeit im KDFB Zweigverein Dettingen die goldene Landkreis-Ehrennadel des Landkreises Aschaffenburg und Bärbel Oster erhielt für 20 Jahre Vorstandsarbeit im KDFB Zweigverein Dettingen die silberne Landkreis-Ehrennadel des Landkreises Aschaffenburg.

 

Wir gratulieren unseren beiden verdienten Mitgliedern herzlich zu dieser Auszeichnung.

 

Ausflug in eine lebens- und liebenswerte Stadt mit wechselvoller Geschichte

Mitte Juni führte der diesjährige Ausflug des Katholischen Frauenbundes Dettingen (KDFB) 47 Frauen nach Speyer. Lange Gesichter gab es, als es anfing zu regnen. Der Regen blieb uns auch während des Tages erhalten, die Schirme waren nicht umsonst mitgenommen worden. Die Teilnehmerinnen konnten jedoch auch diesem Wetterwechsel etwas Positives abgewinnen und meinten: besser ab und zu ein Aprilschauer und nur 14°C als drückende Sommerhitze.

Nach dem Gruppenfoto vor dem Dom begann die Stadtführung in zwei Gruppen, geführt von „Therese“, der Frau des bayerischen Königs Ludwig I., bzw. von „Napoleon“, beide in Kostümen ihrer Zeit.

Wir erfuhren, dass Kaiser Konrad II. im 11. Jahrhundert in Speyer die größte Kirche des Abendlandes errichten wollte. Einen kurzen Regenschauer nutzten wir für eine Stippvisite im Dom – ohne Stadtführer, denn sie dürfen ihre Erklärungen nur außerhalb der Kirche abgeben. Der Brunnen vor dem Hauptportal fasst unglaubliche 1580 Liter und wurde zur Begrüßung neuer Bischöfe mit Wein gefüllt. Speyer war im Mittelalter ein bedeutender Ort: König Heinrich IV. brach von hier zum Bußgang nach Canossa auf, auch Reichstage wurden hier abgehalten.

Historische Stadtführung mit „Napoleon“

Stadtführer „Napoleon“ gab einen Abriss der wechselvollen Geschichte im Hinblick auf die oft rigide ausgeübte französische Besatzung: Die Stadt wurde zweimal von französischen Truppen besetzt und blieb bis 1814 unter französischer Verwaltung; Französisch war lange Pflichtfach an den Schulen. Wir schlenderten durch die Altstadt mit den kleinen Fachwerkhäusern und dem Kloster, in dem die heilig gesprochene Edith Stein als Lehrerin tätig gewesen war. Das Kopfsteinpflaster stellte für unsere Rollatorfahrerinnen eine wirkliche Herausforderung dar.

„Thereses“ Schwerpunkt lag auf der gemeinsamen Geschichte mit Bayern: Als Ergebnis des Wiener Kongresses fiel das Gebiet der späteren Pfalz als Ausgleich für

Historische Stadtführung mit „Therese“, der Frau des bayerischen Königs Ludwig I

das an Österreich abgetretene Salzburg an das Königreich Bayern. 1816 wurde Speyer zur Kreishauptstadt des „Rheinkreises“ und dadurch zu einer wichtigen und modernen Verwaltungsstadt. Aus dieser Zeit resultiert auch die Schreibweise „Speyer“ mit „y“.

Zum Mittagessen trafen sich alle in der „Hausbrauerei Domhof“. Das Essen wurde sehr gelobt, der Service war ausgesprochen freundlich. Für die anschließende Erkundung der Stadt auf eigene Faust wurden Stadtpläne mit Kurzbeschreibungen der wichtigsten  Sehenswürdigkeiten verteilt. Der größte Teil der Gruppe traf sich danach im Café und genoss Kaffee, Eis und leckeren Kuchen.

Voller interessanter Eindrücke traten wir die Rückfahrt an. Ute Merget bedankte sich bei Charlotte Trageser und Ulrike Ehinger für die Organisation und bei Busfahrer Michael für die sichere Fahrt. Einhellige Meinung: Es war ein gelungener Ausflug und alle haben den schönen Tag in der lebens- und liebenswerten Stadt Speyer sehr genossen.

Angelika Rauch

Pressemitteilung KDFB Würzburg – Spende für Filmprojekt „Diakonat der Frau“

Bildunterschrift:
Der KDFB Diözesanverband Würzburg unterstützt das Filmprojekt „Diakonat der Frau“ mit einer
Spende auf dem Katholik*innentag. Zu sehen v.l.n.r.: Regina Krebs (Sprecherin der Kommission
Glaube,Kirche, Eine Welt im KDFB Würzburg), Dr. Jutta Mader-Schömer (Netzwerk Diakonat), Dr. Ute
Zeilmann (Vizepräsidentin KDFB Bundesverband) und Anja Bauer (Diözesanvorsitzende KDFB
Würzburg)

Würzburg, Mai 2026

Ein starkes Zeichen für die Rolle von Frauen in der Kirche setzten die
Diözesanvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes Diözesanverband
Würzburg Anja Bauer und Regina Krebs (Kommission Glaube,Kirche,Eine Welt) auf dem
diesjährigen Katholik*innentag. Im Rahmen der Großveranstaltung übergab die
Diözesanvorsitzende Anja Bauer gemeinsam mit Regina Krebs eine Spende in Höhe von 300
Euro an die Vorsitzende des Netzwerks Diakonat der Frau Dr. Jutta Mader-Schömer. Das
Geld fließt direkt in das ambitionierte Filmprojekt „Diakonat der Frau“, das bereits teilweise
erstellt ist.
Der 40-minütige Dokumentarfilm beleuchtet eine der drängendsten Fragen aktueller
kirchlicher Reformprozesse. Für das Projekt konnten bereits namhafte Persönlichkeiten
gewonnen werden. Neben Dr. Jutta Mader-Schömer wirken unter anderem der renommierte
Theologieprofessor Dr. Peter Hünermann, die Absolventin der dritten Fortbildung Diakonische
Leitungsdienste Gabriele Kuhlmann und Mitglied des ZdK Dr. Dorothea Reininger mit.
Der Film will die theologische Fundierung und die praktische Relevanz des weiblichen
Diakonats verständlich aufbereiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
„Der Katholik*innentag in Würzburg war der perfekte Ort für diese Spendenübergabe. Hier
wurde über die Zukunft unserer Kirche diskutiert – und dieses Filmprojekt liefert dazu einen
unschätzbaren, fundierten Beitrag, den wir als Frauenbund aus voller Überzeugung
unterstützen“, betonten die Vertreterinnen des KDFB Würzburg bei der Spendenübergabe.
Finanzierung über Spenden – Jede Unterstützung zählt.
Das Filmprojekt befindet sich aktuell in einer intensiven Finanzierungsphase. Um die
aufwendige Produktion, den Schnitt und die finale Fertigstellung des Films zu sichern, sind
die Organisator*innen auf weitere Unterstützung angewiesen.
Weitere Informationen zum Fortschritt der Dokumentation, sowie Details zum Spendenkonto
finden Interessierte unter https://www.gofundme.com/f/film-zum-diakonat-der-frau

Regina Krebs

Sprecherin der Kommission Glaube, Kirche, Eine Welt, KDFB DV Würzburg e.V.

Katholischer Deutscher Frauenbund
Diözesanverband Würzburg e.V. · Ottostr. 1 · 97070 Würzburg · Tel. 0931 386 65 341 · Fax 0931 386 65 349
frauenbund@bistum-wuerzburg.de · www.frauenbund-wuerzburg.de
Liga Bank eG · IBAN DE87 7509 0300 0003 0025 51 · BIC GENODEF1M05
Vereinsregister 315 (Würzburg) · Steuer-Nr. 257/109/4041

Maiandacht des KDFDB Dettingen im Zeichen des Katholikentages

Seit Jahrzehnten ist es eine Tradition des KDFB Dettingen eine Maiandacht zu Ehren der Muttergottes zu feiern. In diesem Jahr hatte unsere Geistliche Beirätin Karin Schmitt die Andacht unter dem Leitwort des Katholikentages 2026 „Hab Mut, steh auf“ vorbereitet.

In der gut besuchten St. Hippolyt-Kirche in Dettingen trugen Karin Schmitt und Sabine von Wintzingerode abwechseln die Texte vor und Alfred Brand begleitete die Anwesenden beim Gesang zahlreicher Marienliedern auf der Orgel. Die Küsterin Ida Trageser hatte wie immer den Altarraum mit Wiesen- und Gartenblumen liebevoll geschmückt.

Paul Weismantel schreibt in seiner Novene zum Katholikentag, dass wir alle, egal ob jung oder alt, immer wieder Er-Mut-igung, Bestätigung und Bestärkung brauchen. Wir brauchen Ermutigung, weil es immer wieder so manches gibt, das uns entmutigt.

In der Besinnug „Hab Mut, steh auf – mit Maria unterwegs“ wird durch Beispiele aus dem Leben Marias allen klar was dieses „Aufstehen“ für uns bedeutet?

Aufstehen heißt: Vertrauen wagen.

Aufstehen heißt: sich auf den Weg machen. Nicht alles ist klar, nicht alles leicht. Aber Gott geht mit uns.

Aufstehen heißt: für andere da sein.

Aufstehen heißt: Hoffnung leben.

Vielleicht gibt es auch in unserem Leben Wege, zu denen Gott uns ruft: Ein Gespräch, das wir schon lange aufschieben. Ein Schritt, der Mut braucht. Ein Neubeginn, der uns herausfordert. Ein Dienst, der uns anvertraut ist. Eine Sorge, die wir Gott überlassen müssen.

In den Fürbitten baten die Anwesenden unter anderem für alle Christen, dass sie mutig ihren Glauben leben und in Kirche und Gesellschaft aufstehen für Gerechtigkeit und Frieden. Dass alle, die sich nach einem Neuanfang sehnen ihre Kraft finden, aufzustehen und Schritte zu wagen. Um Erneuerung der Kirche wurde gebetet und dass sie neue Wege findet. An die alle Kranken, Einsamen und Belasteten wurde gedacht und gebetet, dass sie Menschen finden die ihnen beistehen.

Den Abschluss der Marienandacht bildete ein Gebet, welches die Gemeindereferentin, Jugendseelsorgerin und Geistliche Leiterin der KjG Würzburg Laura Kunz zum Katholikentag geschrieben hat.

Danach wurde vor der St. Hippolyt Kirche im Gedenken an unsere frühere Vorsitzende Gudrun Herzog selbstgemachter Likör ausgeschenkt. Wobei die Frauen noch über die Anregungen diskutieren konnten und sich in einem naheliegenden Gasthaus zu einem gemütlichen Beisammensein trafen.

Uschi Stenger